Gebäude

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Tabelle 1c: Gebäude und Immobilien von Stadtlengsfeld

Gegenwärtige Bezeichnung

Frühere Namen

Bemerkungen

 

 

 

 

Alte Apotheke

Am Kirchberg

Alter Bahnhof

 

Bahnhof d. Schmalspur-Feldabahn, heute i. Dermbacher Str., ggü. d. ehem. Arztpraxis Meyfarth, >>> Abb. 36

 

Amtshaus

Flur 134, ht. Amtsstr. (hinter Vogel’s Haus, Stadt 1803 gekauft v. Joh. Adam Mäurer

 

Backofen

Hintergasse Nr. 276, um 1871

 

Rhön-Bäckerei

1977 neu erbaute Großbäckerei der KONSUM-Handelskette i. d. Dermbacher Str., Konkurs 1995, >>> Abb. 47

 

Bahnhofshotel

befand sich in der Dermbacher Straße von Stadtlengsfeld am „alten Bahnhof“, um 1905; Eigentümer Ferdinand Müller; später zu einem Wohnhaus umgebaut, >>> Abb. 34

 

Baiershof

Vorwerk und Meierhof am Baierberg, vgl. Lengsfelder Geschichten VI

 

Baierturm

Aussichtsturm „Karl August“ auf dem Gipfel des Baiers, erbaut 1914, vgl. Lengsfelder Geschichten IV

Burg

 

Sehr alte Bezeichnung der Burganlage aus dem Mittelalter, a. südl. Ende der Stadt, >>> Abb. 30

 

Dorothe Haus

Besitz d. Frh. von Boineburg a. Markt, Flur 105a, m. 40,5 Ruthen inkl. Wohnhaus, Hof, Nebengebäude, brannte Feuer 1878 ab; daneben Nr. 105b stand auf Pfosten gebaut ein Haus, das die heutige Neue Str. abschloss u. als Durchgang zw. Markt und Viehhof fungierte; es brannte 1878 ebenfalls ab u. wurde nicht wieder aufgebaut

Denkmal

 

>>> Abb. 70

 

  • Felsenkeller

Im Pfaffental, heute auf Grundstück von H. Völler; felsiger Hang, mglw. Steinbruch u. Bierlager; oberhalb gab es im 20. Jh.  eine Kegelbahn

 

  • Felsenkeller

Flur 1015, nahe Felda a. ehem. Kesselbrücke zw. Menzengraben u. Dietlas

 

  • Felsenkeller

Kellergewölbe an d. Liete, unterhalb der Schützenburg, diente als Bierlager des Gastwirts Ferdinand Kind (1889-1967)

 

Bei der Fabrik

Unterhalb der Hintergasse, i. alten Lengsfeld, innerhalb d. Stadtmauer

Eisenbahnbrücke

 

Stahl-Brücke über Dermbacher Str., erbaut 1930er; außer Betrieb seit Stilllegung der Feldabahn 2003, vgl. Lengsfelder Geschichten X

Eisenbahnbrücke

 

Stahl-Brücke über die Felda, erbaut 1930er; außer Betrieb seit Stilllegung der Feldabahn 2003, vgl. Lengsfelder Geschichten X

 

Frauenhaus

Wohnhaus am Markt zur Unterbringung bedürftiger Frauen, später als normales Wohnaus genutzt; 2025 teilweise wegen Baufälligkeit abgerissen; >>> Abb. 35

Friedhof

 

Fläche nordöstl. d. Kirche, am Salzunger Weg und Pfaffental

 

Frohnveste

sollte 1878 zusammen  mit d. abgebrannten Amtshaus a. Obertor umgebaut werden; Lage unbekannt, wahrscheinlich in der Nähe

Gaststätte

Am Bahnhof

Gasträume befanden sich i. Gebäude d. neuen Bahnhofs, ht. Am Fräuleinsgraben bzw. Bahnhofstraße

Gaststätte

Am Markt

Gaststätte i. d. Marktstraße, Inh. Albin Hirt (1914-1990)

Gaststätte

Cafe Feldatal

Gaststäte, Cafe u. Pension am Mühlgraben, gegründet v. Kurt Weiprecht (1927-2012)

Gaststätte

Waldesruh

Ausflugslokal u. Gaststätte Hohenwarth, Inh. Carl u. Auguste Kaiser

Gaststätte

Menzengraben

Gaststätte a. Menzgraben, frh. Kantine d. Kalischachtes Menzengraben

Gaststätte

Menzengraben

Restaurant, Gaststätte Menzengraben v. Thomas Kohs, a. den Fischteichen

Gaststätte

Schildbach’s Cafe

Cafe am Untertor/Ecke Torstr., >>> Abb. 46

Gaststätte

Deutsches Haus

Hotel und Gaststätte in der Marktstraße/Ecke Braugasse

Gaststätte

Fürstenschenke

nach 1990 eingerichtet v. M. Weigel (1949-2019), i. d. Torstr. v. Stadtlengsfeld, n. Tod v. Inhaber aufgegeben

Gaststätte

Hotel Völler

Hotel und Gaststätte in der Eisenacher Str./Ecke Alleeweg, v. Gottfied Völler (1887-1959) errichtet, ht. als Wohhaus umgebaut

Gaststätte

Zur Krone

Gaststätte a. Obertor, August Wabnitz,  ltzt. Inhaber Carl Pertermann (1880-1954)

Gaststätte

Schützenburg

Gaststätte f. den Schützenverein v. Lengsfeld, Gehauser Str.

Gaststätte

Thüringer Hof

Gaststätte i. d. Amtsstr., ztw. Inh. Gerhard Klotzbach (1926-2004), sp. Tochter Heidrun Klotzbach

Gaststätte

Türmchen

2017 eingerichtet als Cafe, Bar und Imbissstube durch Fam. Ibrahim Inci als „Aksu Grill Haus“, befindet sich im  frh. Kolonialwaren-Geschäft v. Paul Worms (1892-1966)

Gaststätte

Weimarischer Hof

Hotel, Gaststätte u. Fleischerei in der Derrmbacher Str. hinter der Feldabrücke, frh. Inh. Ernst Wiegand (1882-1934)

Gaststätte

Zur Sonne

Gaststätte a. Obertor, beherbergte u.a. Gemeinderat 11

Gut

 

Gemeint ist das Bendersche Gut, früher von Müller‘sches Gut sp. Stadtgut

 

Häuschen (Beim ~)

Flur 424, südlich v. >>> Mönchsgraben

 

Hecht’sche Hofraithe

neben dem Amtshaus i. d. Sackgasse gelegen; wurde 1878 v. Stadt für 3.375 M gekauft

 

Hirtenhaus

Mglw. Vorläufer d. späteren, alten Krankenhauses v. Lengsfeld am Alleeweg

 

Jagdhaus

Hinter d. Galgenberg, Richtung Hämbach

 

Judenfriedhof

Am Fischbacher Weg, sp. Roter Graben; Flur 744

 

Kapelle

Nordwestl. ü. d. Schwimmbad; Flur 416; in der Nähe d. >>> Kreuzrains (Hütte d. Illings u. d. Merkerser Ecke)

 

Felda-Lichtspiele

Kino entstand 1955 durch Umbau d. alten Schafstalls; nach 1995 zu Wohn- und Geschäftsräumen umfunktioniert, >>> Abb. 31

Kindergarten

 

Städtischer Kindergarten, erbaut 1932; ztw. auch als Bürgermeisteramt genutzt, 1950er >>> Abb. 38

 

Krankenhaus

Städtisches Krankenhaus a. Alleeweg, es war Kranken- und Siechenhaus, gebaut 1869-1870; zuvor Bau eines Krankenhauses vor dem Untertor, nachdem das erste im 30jährigen Krieg zerstört wurde, die Boineburger Herrschaft war für die Finanzierung zuständig; ein Hospital hat es allerdings schon im Jahr 1536 gegeben, >>> Abb. 37

 

Landwarenhaus

1952 wurde es i. ehemaligen Rathaus am Obertor eröffnet; neben einer Lebensmittel- und Fleischabteilung waren Möbel, Textilien und Schuhe im Sortiment

 

Lehmgrube (Leimen~)

Vermutl. westl. der Finkelsgasse, i. Richtung z. Borntal; über der Ziegelhütte sowie Fischbacher Höhe; Fluren 1240 u. 726, sowie Flur 107 am Birnbaumweg

 

Lustgarten, ~schloss

Fläche zwischen Tegut-Markt und Bahnhofstr.; ehemalige Garten- und Parkanlage zum Mosengeilschen Schloss gehörend;  ht. Wohnhaus  nahe Einkaufsmarkt i. d. Eisenacher Str.

 

MAS, MTS, KfL

Maschinenausleihstation (1952), sp. Maschinen-Traktoren-Station, sp. Kreisbetrieb f. Landtechnik; versorgten die örtliche Landwirtschaft mit der erforderlichen Technik; befand sich zwischen Stadtlengsfeld und >>> Schneidmühle mit mehreren Gebäuden und Höfen, vgl. Lengsfelder Geschichten IX

 

Notscheune

Getreide- u. Maschinenunterbringung, um 1920 entstanden, um 2000 abgebaut, >>> Abb. 70

 

Pfarrhof

Nr. 85; heute Turmgäßchen

 

Postgebäude

neues Postgebäude befand sich am Untertor/Ecke Wasserpforte, >>> Abb. 45, vgl. Lengsfelder Geschichten IV

Porzellanfabrik

 

Am Ende d. 1890er Jahre bebauten Gelände d. Fabrik, nahe d. ehem. >>> Rasenmühle, Konkurs 1998, >>> Abb. 70

 

Rasenmühle

Walk- und Mehlmühle an der Felda, sp. Gelände d. Porzellanfabrik, Flur 873

 

Ölmühle

Ölmühle am Mühlgraben vor der Stadtmauer, ht. Torstr.; später Schuhfabrik, später Brotfabrik/Bäckerei, später abgerissen und durch EDEKA-Markt ersetzt, gebaut v. R. Trautvetter, Abb. 42; , vgl. Lengsfelder Geschichten IV

 

Schneidmühle

Schneid- und Mehlmühle an der Eisenacher Str. nahe ht. Schwimmbad; Sägewerk existierte bis 2024 durch Bernd Fräbel zur Herstellung v. Bauholz

 

Burgmühle

Mehlmühle i. d. Burgstraße am Mühlgraben, in den 1950ern stillgelegt

 

Ender’sche Mühle

Mehlmühle am Mühlgraben i. d. Braugasse; existierte bis in die 1970er, letzter Betreiber Gustav Enders (1913-1988)

 

Rothäuser Gut; Rot(h)es Haus

1821 Eigentürmer: Georg Heinrich Freiherr von Boyneburg zu Lengsfeld, Weilar und Gehaus und Herda, verpachtet 1720 seine freie Nebenschenke im Rothenhaus, an Heinrich We… (Quelle: Archiv Marburg, HStAM, Urk. 109, 490); in der Schrift: „Schloss und Stadt Lengsfeld, Die neue Burg“ (Nach gefälligen Mittheilungen des Herrn Majors und Kämmerers Albert Reichsfreiherr von Boineburg-Lengsfeld): „Erst im Jahr 1670 ließ ein Mitglied der Wilhelminischen Linie das Steinhaus im Schloss links vom Thor durch zwei Stockwerke erhöhen, welches von jetzt an den Namen „die neue Burg“ trägt. Es ist der Wohnsitz der Brüder Johann Nepomuck und Ludwig Joseph von Boineburg, die seit 1811 nach einem Vergleich mit den Cognaten in den Besitz des Rothen-Haus-Gutes zu Lengsfeld und des Unterschlosses Gehaus gekommen sind, wodurch sie von der Herrschaft Lengsfeld 9/24 erhielten.“ Dieses „Rothen-Haus-Gute“ hat wohl auf dem Grundstück des ehemaligen Roten Hauses gelegen...

 

Schacht Menzengraben

Schacht am Menzengraben 1911 abgeteuft, >>> Abb. 48

 

Schacht / Schächte

Nahe Menzengraben und Dermbacher Str. v. Stadtlengsfeld (vgl. Lengsfelder Geschichten I)

 

Schafhof

Nahe der Kirche, am Kirchberg

 

Schneidmühle

Schneid- und Mehlmühle nahe Schwimmbad, außerhalb von Stadtlengsfeld (gebaut zw. 1765 und 1800)

 

Schucherts Scheune

Unterhalb d. Liete, gebaut in den 1930er Jahren; Wolfgang Kaiser übernahm  nach 1990 die Scheune

 

Schule

Uralte Schule a. Frauenberg, Nr. 336; vgl. Lengsfelder Geschichten II

 

Schule

Alte Schule a. Obertor; vgl. Lengsfelder Geschichten II

 

Schule

Neue Schule a. Eisenacher Str.; vgl. Lengsfelder Geschichten II

 

Schule, jüdische

befand sich neben der jüd. Synagoge (rechts) am mittelalterl. Platz der Kapelle am Burgplatz; später zu Wohnraum umfunktioniert, >>> Abb. 32; vgl. Lengsfelder Geschichten II

 

Schützenburg

Gaststätte a. d. Gehauser Str., sp. Gastwirt Ferdinand Kind, Flur 800, >>> Abb. 41

 

Sprungschanze

Skischanze aus Holz lag im >>> Sophienpark a. Hang zu Gehauser Straße, 1950/60er

Steg

 

Hölzerne Fußgängerbrücke über die Felda, nahe der Porzellanfabrik; errichtet für die Arbeiter, die aus dem Borntal zur Fabrik und und später zum neuen Bahnhof gingen; wird 2015 durch eine barrierefreie Fußgängerbrücke aus Stahl ersetzt, >>> Abb. 33

 

Sündesgut

Ravan von Herda, Amtmann zu Sontra belehnt 1497 Alexander Rosenberger mit dem Sündesgut zu Lengsfeld, wovon er jährlich zu geben hat: drei Malter Frucht... (Quelle: Archiv Marburg HStAM, Urk. 109, 44)

 

Synagoge, jüdische

befand sich am Burgplatz, nach “Reichskristallnacht” wurde sie 1938 zerstört u. später als Wohn- und Geschäftsräume genutzt, >>> Abb. 32

 

Viehhaus

Vermutlich das Gebäude a. früheren Viehhof

 

Vorwerk Schrammhof

Meierhof und Vorwerk von Stadtlengsfeld, aufgegeben 1990er, >>> Abb. 39, >>> Abb. 71

 

Vorwerk Hohenwarth

Meierhof und Vorwerk von Stadtlengsfeld, aufgegeben 1980; >>> Abb. 40, vgl. Lengsfelder Geschichten V

 

Wachstube

Mglw. nahe dem Untertor, Grundstück  der sp. Post, Nr. 180

 

Waldhaus

Wohnhaus zum Schacht gehörig, hinter d. Schachtanlage Menzengraben i. Richtung Dietlas; lange Zeit auch Standort eines nahegelegenen Transformatorenhauses

 

Waldschmiede

Flur 629, hinterm Rückers Hauck, Flur 1173 bzw. 629; Nasswiese sp. Weiprechts Fischteich; heute wieder Nasswiese; Kohlensäure Pipeline kreuzte diese Wiese

 

Wehr

Beim Wehr, Abzweig Mühlgraben nahe der „Roten Wand“, Flur 990

 

Ziegelhütte

Unterhalb der Finkelsgasse u. oberhalb des Turnrasen i. Richtung Weilar, Flur 974; dort befand sich auch ein Brennofen m. Gebäude, Flur 1003, das um 1850 Simon Glückauf gehörte; zweite Lokalisation: Ecke Torstraße/Kniebreche, gehörte Bauerunternehmer Freund a. Lengsfeld, sp. Grundstück von Fam. Stütz >>> Fam. Paul „wir wohnen in der ehemaligen Ziegelhütte“…

 

 

 

11 In Stadtlengsfeld gab es kein offizielles "Rathaus", so wie in mancher anderen Stadt. Früher vor 1930 tagte der Gemeinderat in der "Gaststätte zur Sonne". Nach 1945 wurde in der 2. Etage das Bürgermeisteramt in dem 1932 gebauten Kinderheim eingerichtet. In der ganzen Stadt gab es auch eine Lautsprecher-Anlage, die mit dem Bürgermeister verbunden war, welcher von seinem Büro aus die Bewohner täglich mit den neuesten Nachrichten versorgen. Nach 1970 zog der Bürgermeister in das Gebäude des Amtsgerichts in der Amtstraße von Stadtlengsfeld um. Bis 1953 war offiziell das Amtsgericht für die Lengsfelder und umgebende Orte untergebracht.  Dahinter gab es sogar einen Gefängnistrakt. Alle Gebäude in der Amtstraße sind während des großen Stadtbrandes von Lengsfeld im Jahr 1878 verbrannt. Daher entstanden alle Gebäude in der Amtstraße erst nach 1878. Das Gebäude des Amtsgerichts wurde schon 1879 im klassizistischen Stil wieder aufgebaut. Der Bürgermeister von Lengsfeld zog um 1970 in die 2. Etage, vorher waren dort noch Wohnungen eingerichtet worden.

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